Übersicht

Die Haare des Menschen
Entwicklung und Aufbau des Haares
Wachstumsphasen der Haare
Das Trichogramm
Der Haarausfall und seine Ursachen
Spezielle Krankheitsbilder
Alopecia
Therapiemöglichkeiten aus naturheilkundlicher Sicht

Stichworte: Hilfe bei Haarausfall, Alopezie, Alopecia, Trichogramm,
Eigenblut, Information über Haarausfall, Kinder, Jugendliche, Erwachsene



Die Haare des Menschen
dienen in manchen Regionen des menschlichen Körpers zum Schutz vor Lichteinstrahlung, der Isolation gegen Kälte und Wärme, der Berührungsempfindlichkeit und vor allem natürlich dem Erscheinungsbild des Menschen.
Während die biologische Funktion in der heutigen Zeit an Bedeutung verloren hat, tritt die ästhetisch-psychische Komponente in den Vordergrund. So wird der Veränderung des Haarkleides in Farbe, Fülle und modischer Gestaltung eine wesentliche psychische und soziale Komponente beigemessen.
Gerade in den letzten Jahrzehnten, hat sich mit der Entwicklung der Film- Fernseh- Druckmedienindustrie eine wahre Haarkultur etabliert, so dass das sog. Hairstyling zum täglichen Körperpflegerepertoire in weiten Bereichen der Bevölkerung gehört.
Der Stellenwert des Aussehens macht die oft sehr große psychische und soziale Belastung bei Verlust oder einer übermäßigen Fülle der Behaarung verständlich.

Entwicklung und Aufbau des Haares
In der 9. Embryonalwoche sprossen aus der Basalschicht der Epidermis Haarkeime in tiefere Schichten und die Entwicklung der Haarpapille beginnt. Danach verdickt sich der Epithelstrang zum sog. Bulbus und umschließt die Papille. Zur gleichen Zeit entwickeln sich die Talgdrüse und der musculus arrector pili (Haaraufrichtermuskel).Der vollentwickelte Haarfollikel enthält ernährende Gefäße und Nerven. Mit den einzelnen Wachstumsstadien des Haares verändert sich auch die Papille mit ihrer aussengelegenen Wurzelscheide. Eine Zerstörung der Papille führt zu einem unwiderruflichen Verlust des Haares. Der wichtigste Teil des Haarfollikels ist die, der Papille anliegende, Haarmatrix.
In der Haarmatrix entstehen das Mark, die Rinde und das Haarhäutchen, die innere Wurzelscheide und die Pigmentzellen.
Der im Follikel steckende Teil des Haares wird Haarwurzel genannt, der über die Haut frei herausragende Teil wird Haarschaft genannt.
Dickere Haare enthalten im Haarschaft Marksubstanz, dünnere und kindliche Haare haben kein Mark. Das Mark ist von einer Rinde umgeben, die aus verhornten Zellen besteht.
Über die Rinde zieht sich aussen ein schuppenförmiges Häutchen, deren Schüppchen dachziegelartig übereinander gelagert sind. Sie bestehen aus Hornzellen.
Das Haar besteht aus einem Cystin –haltigen Skleroprotein, das Keratin genannt wird.
Im Vergleich zum Keratin der Haut enthält es einen hohen Anteil an Cystin , ca. 20%.
Diese Keratinmoleküle werden in der Hauptsache durch Disulfidbrücken, Salz- und Wasserstoffbindungen in ihrer mechanischen Struktur gehalten und erreichen dadurch ihre besondere Festigkeit.
Das fetale Flaumhaar (Lanugohaar) wird vor der Geburt durch das festere Wollhaar (Vellus) ersetzt.
Mit der Pubertät entwickelt sich durch die hormonellen Einflüsse meist ein dickeres Endhaar, das dann oft auch Marksubstanz enthält.
Männliche Hormone spielen für die Entwicklung der Behaarung eine große Rolle.
Das androgene Hormon Testosteron wird in den Nebennieren, den Eierstöcken und den Hoden gebildet.
Dieses Hormon wird in die Zellen der Haarmatrix aufgenommen und führt im Zellkern über die Induktion der messenger - RNS zur Bildung spezieller Eiweiße..
Das Haar wächst nicht kontinuierlich, wie z.B. die Fingernägel, sondern unterliegt einem gewissen Rhythmus,mit Wachstums- und Ruhephasen, der als Haarzyklus bezeichnet wird.
Am Ende einer Ruhephase fällt dann das betreffende Haar aus und ein neuer Wachstumszyklus beginnt.
Wachstumsphase (anagene Phase)
In dieser Phase sind die Haarmatrixzellen hochaktiv, so teilt sich jede Zelle innerhalb von 24h erneut. Aus ihnen geht das Haar mit Mark,Rinde, Häutchen und innerer Wurzelscheide hervor. Die innere Wurzelscheide verknorpelt sich und löst sich in Höhe der Talgdrüsenmündung auf. Das wachsende Haar ist fest mit der Wurzel verbunden und fällt nicht von alleine aus. Es kann nur mit leichtem Schmerz ausgerissen werden. In diese Phase wächst das Haar täglich etwa 0,3mm für die Dauer von 3-6 Jahren.
Übergangsphase (katagene Phase)
Die Übergangsphase dauert nur wenige Tage. Die Zellteilungen hören auf, der Bulbus verhornt bis auf wenige Zellen und schiebt sich zur Hautoberfläche nach oben.
Ruhephase (telogene Phase)
Während dieser Phase ist der Follikel bis zur Talgdrüsenmündung nach oben gerückt und ist am Ende kolbenförmig aufgetrieben (Kolbenhaar).Diese Phase dauert beim Menschen ungefähr 4 Monate.
Mit Beginn einer neuen Wachstumsphase rückt der Follikel wieder in die Tiefe und der Wachstumsprozess beginnt erneut. Das Kolbenhaar kann leicht und schmerzfrei ausgezogen werden oder es fällt am Ende der telogenen Phase von alleine aus. Die unter normalen Bedingungen ausgekämmten Haare sind also stets Kolbenhaare.
Als Untersuchungsmethode steht das sog. Trichogramm zur Verfügung.
Man bekommt einen Einblick in den Haarwurzelstatus und kann somit Auskunft über die Funktionalität des Haarwachstums geben.
Hierzu zieht man unter schnellem Zug etwa 50-70 Haare aus. Die Haare dürfen eine Woche vor der Untersuchung nicht gewaschen werden, um die Haarwurzeln nicht zu beeinträchtigen. Unter dem Mikroskop werden dann die Haare in ihrer Qualität untersucht und u.a. eine Verhältniszahl der einzelnen Wachstumsphasen berechnet.

Ein normales Trichogramm enthält etwa :
85% anagene Haare
1% katagene Haare
14% telogene Haare
Unter krankhaften Bedingungen sind diese Zahlen erheblich verändert.
Ein täglicher Verlust von etwa 70- 90 Kolbenhaaren gilt noch als normal. Insgesamt hat der Mensch etwa
100 000 Kopfhaare.



Der Haarausfall und seine Ursachen
Alopezie = Haarausfall bis Haarlosigkeit, Effluvium = Haarausfall
Mechanische Schäden vor allem an dem Haarhäutchen entstehen durch massives Kämmen, Hitzebehandlung, zu häufiges Haarewaschen. Beim Waschen mit scharfen Detergenzien, Färben und Bleichen können die chemischen Einflüsse zu Veränderungen des natürlichen Haarpigmentes (Melanin) führen, darüber hinaus können die Disulfidbrücken des Keratins, die u.a. Verbindungen dem Haar die Festigkeit geben gesprengt werden.
Neben den mechanischen und chemisch bedingten Veränderungen des Haares, kann eine , insbesondere bei Unverträglichkeiten, Entzündung oder Reizung der Kopfhaut entstehen und das Bild einer akuten toxischen oder allergischen Kontaktdermatitis zeigen. Infolge kann Haarausfall eintreten.

Bevor ich zu den Alopezien und deren Behandlung komme, stelle ich in Kurzform einige spezielle Krankheitsbilder der Haarveränderungen dar.
Genaueres möge der Leser in der Fachliteratur nachlesen. Literaturhinweise :Braun-Falco/Plewig/ Wolf „Dermatologie und Venerologie“. Ronald Marks „Dermatologie“.
Grundsätzlich ist zu sagen,dass im Falle jeglicher Haarveränderung , eine sorgfältige Untersuchung der Haarbeschaffenheit, der möglichen inneren und äußeren Ursachen, erfolgen muss, um evtl. zugrunde liegende Leiden abzuklären und diese behandeln zu können; oder um mitunter gefährliche Grundkrankheiten (Tumore,Infektionskrankheiten, Stoffwechselstörungen, auto-aggressive Erkrankungen.....) auszuschließen.
Die Haarmatrix ist in der Wachstumsphase hochaktiv, das bedeutet , dass während dieser Phase sehr häufige Zellteilungen stattfinden. Zellen, die sich sehr schnell und häufig teilen reagieren auf Veränderungen des Milieus besonders empfindlich. Einer der Gründe, warum z.B. eine Chemotherapie die sich häufig teilenden, hochaktiven Tumorzellen in höherem Maße schädigt, als die gesunden Zellen, was ja auch Sinn der Behandlung ist.
In diesem Beispiel können wir erkennen, dass auch die Haare in der Wachstumsphase, durch die zytostatische Behandlung ebenfalls stark betroffen sind und ausfallen. Nach Beendigung der Therapie wachsen diese aber i.d.R. wieder normal nach.
Die Reaktion der Haarfollikel auf äußere und innere Schadstoffe hängt in erster Linie von der Dauer des Schädigungsreizes und der individuellen Empfindlichkeit der Follikel ab. Haare in der Ruhephase sind vergleichsweise unempfindlicher als Haare in der Wachstumsphase.

Spezielle Krankheitsbilder

Trichorrhexis (Brüchigkeit der Haare)
-nodosa (knotenförmig)
umschriebene knotige Veränderungen und borstige Aufsplitterungen des Haares. Vorkommen: angeboren oder erworben. Angeborene Eiweißstoffwechselstörung. Erworbene durch chemische oder mechanische Beeinträchtigung von aussen.
Erscheinungsbild
Oft sind die Haare kurz abgebrochen, glanzlos und fühlen sich rau an. Bekannt ist das Bild als angeborene Störung bei Kindern, deren Haare sich als „nicht kämmbar“ erweisen.

-dystrophische Form
hier zeigen sich knotige Querbrüche des Haares , bei stark vermindertem Schwefelgehalt des Haares (Disulfidbrücken).Teilweise erbliche Ursache.
-invaginata
Bekannt als Bambushaarbildung.(erbliche Störung)Trockenes spärliches Haar, das nur eine Länge von wenigen Zentimetern erreicht und das Haar sich an den Knoten ineinander schiebt.
Trichonodosis(Knotenhaare)
Schleifenartige Verknotung der Haare. Vorkommen bei stark gewelltem Haar und juckenden Hauterkrankungen der Kopfhaut
Pili anulati(Ringelhaare)
Abnormer Luftgehalt des Haarmarkes und Unregelmäßigkeiten des Pigmentes.
Pili torti(gedrehte Haare)
Neben friseurkosmetischen Ursachen kommen erbliche Störungen in Frage, die den Stoffwechsel betreffen (Zahn- und Nagelanomalien sind gelegentlich begleitend).Vorkommen wird meist in der frühen Kindheit beobachtet. Spiralig gedrehte und abgeflachte Haare, die relativ brüchig sind. Das Haarmuster ist abwechselnd dünn und dick ausgeprägt. Manchmal Besserung in der Pubertät.
-Sonderform bei Kupfermangel
erbliche Erkrankung , die mit einer Kupferaufnahmestörung im Darm einhergeht. Die Krankheit tritt im Alter von 5 Wochen bis 5 Monaten auf .
Es stellt sich ein borstiges, glanzloses Haar dar, das den Eindruck von Glaswolle vermittelt. Die Augenbrauen sind ebenfalls beteiligt. Der Kupfermangel hat schwerste nervliche, psychomotorische Störungen zur Folge.
-Unkämmbare Haare
da das Erscheinungsbild ähnlich wie bei den o.g. Glaswollehaaren (Menkes-Stahlhaarkrankheit) sind ist klinisch diese Diagnose unbedingt auszuschließen.
Es handelt sich bei den unkämmbaren Haaren um eine vererbbare Krankeit, die sich von Geburt an durch eine Unkämmbarkeit der Haare, oft Unterbehaarung,spärliche Augenbrauenbildung und wenig Wimpern darstellt. Später zeigt sich oft eine Unterbehaarung von Achsel- und Schamhaaren. Im Laufe des Lebens kann sich diese Widerspenstigkeit der Haare jedoch bessern.
Alopecia (Haarlosigkeit) Effluvium (Haarausfall)
Telogener Haarausfall (Spättyp). Findet eine geringfügige Schädigung der Haarmatrix in der anagenen Phase statt und bestehen sonst normale Bedingungen in der Wachstumsphase so fallen die Haare unter Bildung eines Kolbenhaares in der Ruhephase normal aus. Sind jedoch viele Haarfollikel in der anagenen Phase gleichzeitig betroffen (z.B. bei fieberhaften Infektionskrankheiten,Vergiftungen, Störungen nach Schwangerschaften....) entsteht nach etwa 2-4 Monaten nach dem schädigenden Ereignis eine mehr oder weniger große Haarlichtung vom Spättyp.
Im Trichogramm sind hier vermehrt telogene Haare zu finden.
Anagener Haarausfall (Frühtyp)
Wie oben schon erwähnt sind die Haare in der hochaktiven Wachstumsphase besonders empfindlich gegen schädigende Stoffe. Hemmen oder schädigen bestimmte Stoffe die Zellaktivität der Haarmatrix wird das Haar binnen weniger Stunden-Tage dünner, spitzt sich zu und bricht an der schmalsten Stelle ab. Es fällt dann als sog. dystrophisches (fehlernährtes Haar) anagenes Haar aus.
Im Trichogramm findet man jetzt bei einer etwa normalen Anzahl telogener Haare und einer Verminderung von normalen anagenen Haaren, die typischen dystrophischen Anagenhaare in überhöhter Anzahl (Normalwerte liegen bei 1-2%)
Liegt eine plötzliche oder sehr starke Schädigung der Haarmatrix vor kann es zu einer Zerstörung der Matrix kommen. Dann brechen die Haare schon in der keratogenen Zone und fallen aus. Die Reste der Wurzelscheide und das Haarkeratin bleiben in dem Follikelkanal oder werden ausgestoßen. Man kann comedonenartige Pröpfe auf der Kopfhaut erkennen.(dunkle Punkte wie bei der Akne, nur auf der Kopfhaut, siehe Abbildung) Diese Punkte werden auch als kadaverisierte Haare bezeichnet (Besnier).


















Angeborene Alopezie
In bestimmten Bereichen (herdförmig) oder diffus verteilt in Begleitung mit anderen Defekten , wie z.B. Progerie (vorzeitige Vergreisung, Erbkrankheit), da Ähnlichkeiten mit der Alopecia areata bestehen , sollte diese Diagnose vor einer Behandlung ausgeschlossen werden.
Erworbene Alopezie
Alle zu Vernarbungen der Kopfhaut führenden Grunderkrankungen können zu einem Untergang der Haarfollikel führen. (Quetschungen,Verbrennungen,Verätzungen u.s.w.).
Geschwürbildende Hauterkrankungen, die Narben hinterlassen, führen in diesen Gebieten zur Schädigung der Haarfollikel (Virusinfektionen wie Herpes zoster der Kopfhaut, bakterielle Infektionen wie Tuberkulose,Lepra,Furunkel,Syphilis im Spätstadium, eine abscedierende Perifollikulitis, Pilzerkrankungen,Basaliome,Krebsgeschwulste).

Im Verlauf anderer Hauterkrankungen, die mit schwerer Unterversorgung der Haut einhergehen, die zu einer Atrophie der Haut führen kommt es zu Haarausfall. Die Hautbezirke sind dann meist umschrieben und enthalten teilweise noch einzelne Haarfollikel.
Die Diagnose der sog. Atrophisierenden Alopecia ist schwer, wenn keine Herde der Grundkrankheit mehr im Haarausfallsbereich festzustellen sind. Dieser vieldeutige fleckförmig auffallende Haarausfallszustand wird Pseudopeladezustand genannt.
Ursachen die hierfür in Frage kommen sind unter anderen :
Lichen ruber planus (Lichen=Flechte,Knötchenflechte,ruber=rot, planus=flach)
Lupus erythematodes ( Lupus=Wolf = fressende Flechte) =Hauterkrankung bei der sich Antikörper gegen die eigenen Zellkerne bilden. Diese Antikörper befinden sich auch im Blutkreislauf und lagern sich in die Gefäßwände der Blutgefäße ein, was zu einer Entzündung (Immunkomplexvaskulitis) führen kann. Neben dem Befall einzelner Organe und deren Schädigung, kommt es bei Befall der Kopfhaut zum Haarausfall.
Sklerodermie
ebenfalls eine Autoimmunerkrankung mit Störung der Blutgefäßnerven. Neben dem Organbefall kommt es anfangs zu knotigen Hautveränderungen mit Atrophie der Haut , als Begleiterscheinung auch hier Haarausfall.
Necrobiosis lypoidica
geschwürige Hautveränderungen durch Gefäßentzündungen,oft bei Zuckerkrankheit mit krankhafter Fetteinlagerung.
Sarkoidose
Es besteht eine verstärkte Immunaktivität in den betroffenen Organen.(Lunge,Nieren,Leber Milz)
Synonym=Besnier-Boeck-Schaumann-Krankheit
Favus
Kopfgrind,Erbgrind = ist eine Pilzerkrankung der Kopfhaut.
Penetranter Geruch,schweflig - gelbe Hautabschuppungen,narbige Veränderungen
Basaliom
Knotiger Hauttumor aus den Basalzellen der Haut, oft gutartig. Sonderform Pinkus Tumor der Kopfhaut : selten
ionisierende Bestrahlung
als Folge kann ein sogenanntes Röntgenoderm entstehen, mit dem Resultat des Haarausfalls

Dies ist nur ein kurzer Überblick über Erkrankungen die Haarausfall im Gefolge haben können, es gilt also grundsätzlich nach dem Erscheinungsbild des Haarausfalls auch bestimmte Grund oder Begleiterkrankungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls zu behandeln.


Pseudopelade = Alopecia areata atrophicans
für diesen chronischen,kleinfleckigen Haarverlust sind noch keine Ursachen gefunden worden. Die kleinen Herde sind atrophisch. Befallen werden vorzugsweise Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Die rundlichen, unregelmäßigen Herde nehmen an Größe zu und befinden sich hauptsächlich in der Scheitelgegend und am Hinterkopf. Im betroffenen Bereich ist die Haut gelblich verfärbt und wirkt dünn und gespannt. Kein Juckreiz.





















Androgenetischer Haarausfall bei der Frau
Obwohl der hormonell bedingte Haarausfall bei Frauen weniger häufig als beim Mann vorkommt, sind jedoch über 90% der Alopecien bei Frauen diesem Bild zuzurechnen. Voraussetzung ist hierbei eine erhöhte Androgenproduktion. Als Ursache kommen neben einer erblichen Veranlagung das adrenogenitale Syndrom und androgenproduzierende Tumore in Betracht. Nach Abklärung der Ursachen (Hormonbestimmungen,Trichogramm,) findet , wenn keine Gegenanzeigen vorliegen eine hormonelle Antiandrogentherapie statt. Auch sind hormonhaltige Haarwasser erfolgreich in Bezug auf das Haarwachstum.
Haarausfall nach einer Schwangerschaft kann dadurch bedingt sein, dass während der Schwangerschaft die Haare länger in der anagenen Phase verbleiben. Nach der Entbindung treten dann mehr Haare in die telogene Phase ein, da der natürliche Haarwechsel unterbrochen war, und sie fallen somit aus.
Die Einnahme von Ovulationshemmern kann einen Haarausfall bewirken, der aber oft ausheilt.
Störungen der Schilddrüse (Myxödem,Morbus Basedow) können zu einem diffusen Haarverlust führen.
Bei Frauen kann ein Eisenmangel zum chronischen, diffusen Verlust des Haares führen. (Eisenspiegel im Blut untersuchen)
Vitamin B12 hat als Strukturvitamin eine fördernde Wirkung auf das Haarwachstum (Vitamin B12 im Blut bestimmen)

Haarausfall durch extreme Stresssituationen (Behandlung der Problematik)

Alopecia areata
kreisförmiger,entzündlicher Haarausfall, meist unbekannter Ursache
Sie kommt sehr häufig vor. Sie ist die wichtigste entzündliche Alopezie.
Am häufigsten sind Kinder und junge Menschen betroffen. Gerade das Auftreten im jungen Alter ist aus Gründen der hohen seelischen Belastung der jungen Menschen, besonders beeinträchtigend.

Für eine immunologische Komponente sprechen die, im histologischen Präparat nachweisbare lymphozytäre Entzündung im Bereich der Haarfollikel.
Da gehäuft auch atopische Erkrankungen (Atopie= Veranlagung zu Überempfindlichkeiten), wie Neurodermitis,mit diesem Bild einhergehen, liegt ein weiterer Verdacht auf immunologische Prozesse auf der Hand.

Hinweis für Therapiemöglichkeiten aus naturheilkundlicher Sicht.
In unserer Praxis hat sich nach Ausschluß anderer Grunderkrankungen, sowohl bei atopisch belasteten Patienten und Patienten ohne bekannte Atopie, eine lokale Behandlung mit aktiviertem Eigenblut bewährt.
Grundsätzlich wird neben der klinischen, laborchemischen Diagnostik, die meist ja schon durchlaufen wurde, bevor der Patient in eine Naturheilpraxis kommt, eine Stuhlprobe auf Fehlbesiedlung des Darmes gefordert.
Der Grund hierfür ist die allergene Komponente bei Pilzbefall des Intestinuums und Resorptionsstörungen im Dünndarm, die zu Vitaminmangel (B12) führen können.
Eine geschwächte Immunlage wird ebenfalls bei einer Unterbesiedlung mit physiologischen Darmkeimen beobachtet (Lactobazillen, E.coli vom Stamm Nissle).
Der Darm muss unbedingt saniert werden, wenn eine Fehlbesiedlung vorliegt.
Desweiteren werden Nahrungsmittelempfindlichkeiten ausgetestet und in der Therapie berücksichtigt.
Diese in der Bevölkerung extrem zunehmende Form von Empfindlichkeit ist bei allen immunologischen Geschehen besonders ernst zu nehmen,
Eine Nahrungsmittelempfindlichkeit ist nach unseren Erfahrungen therapierbar. Siehe dazu auch das Nahrungsmittelstäbchen unter Lebensqualität.

Bei einer lokalen, aktivierten Eigenblutbehandlung werden mit einigen wenigen, fast schmerzlosen, Einstichen, mit einer sehr feinen kosmetischen Nadel, Tröpfchen des Eigenblutgemisches in die Haut der befallenen Stelle gespritzt.
Das Material der Aktivatoren muss speziell für den Patienten ausgetestet werden.
Nebenwirkungen sind bei diesen homöopathischen Aktivatoren i.d.R. nicht zu erwarten.
Die Durchführungsmöglichkeit einer aktivierten Eigenblutbehandlung ist vom Gesundheitszustand des Patienten abhängig.
Rheumatische Erkrankungen, Multiple Sklerose, akute Infektionen und einige andere Erkrankungen schließen diese Behandlung aus immunologischen Gründen aus.
Je nach Stärke und zurückliegendem Beginn des kreisrunden Haarausfalls sind wöchentliche Injektionen in einer Sitzung notwendig , insgesamt etwa 10 bei leichterem Befall, bei schwerem Verlust und einer Vielzahl von Herden auch 20 Sitzungen.
Ein Erfolg muss sich an den behandelten Stellen innerhalb von vier Wochen mit dem Wachstum neuer Haare zeigen. Diese Haare dürfen anfangs noch feine Lanugohäarchen sein oder auch von weißer Farbe, nach einiger Zeit sollen jedoch normal starke Haare wachsen.
Eine günstige Prognose ist erst nach etwa 8 -12 Wochen zu stellen
Also nach 8-10 Sitzungen.
Eine einzelne Sitzung kostet etwa 300 SEK (+25% Moms).

[ Zentrum für Energetische Naturheilverfahren - Pipudden - 93090 Arjeplog
( +46 (0)961-44050