Unverträglichkeiten
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Allergien
- Allergietestverfahren
- Behandlungsmöglichkeiten
- Erkrankungen
- Rhinitis allergica
- Conjunctivitis allergica
- Urticaria
- Quincke-Ödem
- Neurodermitis
- Intestinale Allergien
- Darmmykosen
- AD(H)S
- Das Behältermodell
Bio ist nicht immer verträglich
verstecktere Allergiesymptome - Die Rolle des Blutzuckerspiegels
Schlußbemerkung - Literaturliste
1. Nahrungsmittelunverträglichkeit
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit kommt es zu unerwünschten Reaktionen, Beschwerden oder Erkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Verzehr des Nahrungsmittels stehen. Diese Unverträglichkeiten können verschiedene Ursachen in patho-physiologischem Sinne haben :
Lebensmittelvergiftungen
Die Bestandteile des Nahrungsmittels sind giftig für den menschlichen Körper
Bsp.
- Giftige Metalle wie Zink, Arsen, Quecksilber.....
- Pilzgifte wie Aflatoxine
- Pflanzliche Gifte wie Atropin
- Gifte von Meerestieren wie Saxitonine (Muscheln), Cignatoxin (Fische), Tetrodotoxin (Krebse, Fische)
- Gifte der Erreger ,die die Nahrung befallen haben wie Salmonellen, Clostridien (Botox)
- Giftige Spritzmittel auf Obst und Gemüse
Die Symptome einer Vergiftung können sehr unterschiedlich sein :
Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Durchfälle, Lähmungen, Doppeltsehen.....
Einige Erkrankungen können sehr heftig und sogar tödlich verlaufen. Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung schnell den Hausarzt oder eine Giftzentrale anrufen. Die Anrufe werden i.d.R. sehr ernst genommen. Außerdem dienen die Meldungen auch zum Schutz anderer Verbraucher.
Notrufadressen zum Anrufen und zur Information auf den Websites:
Berlin giftnotruf.de -Tel. 030-3068-6721
Bonn -Tel. 0228-287-3211
Erfurt ggiz-erfurt.de
München toxinfo.org -Tel. 0890-19240
Freiburg -Tel. 0761-270-4361
Nahrungsmittelintoleranzen
Intoleranzen sind eine besondere Form von Unverträglichkeiten, die nicht giftig und nicht immunologisch bedingt sind. Es handelt sich also nicht um Allergien oder Vergiftungen. Der patho-physiologische Verlauf zeigt 3 verschiedene Mechanismen.
Enzymopathien
Es handelt sich um Defekte körpereigener Enzyme.
Enzyme bringen einen chemischen Vorgang im Körper in Gang oder erhalten eine Reaktion im Fluss. Ist nun eines oder mehrere dieser Enzyme einer Reaktionskette in zu großer oder zu kleiner Menge vorhanden oder ist das Enzym selbst fehlerhaft, kommt es zu abnormen Reaktionen.
Bekannt sind hier z.B. die Phenylketonurie, die Galaktosämie, welche unbehandelt zu schweren Entwicklungsstörungen der Kinder führen.
Pharmakologische-Nahrungsmittelintoleranzen Bestimmte Substanzen, die in Nahrungsmitteln natürlich enthalten sind oder zugesetzt wurden,
sind pharmakologisch aktiv und können ab einer bestimmten Menge ihre Wirkung entfalten und Unverträglichkeitsreaktionen verschiedener
Schweregrade hervorrufen
Bsp.: Biogenene Amine sind Eiweißbausteine, die im Stoffwechsel von Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren und Menschen entstehen.
Diese dienen z.B. zum Aufbau von Vitaminen, Co-Enzymen, Phospholipiden, Hormonen, Neurotransmittern u.v.m.
Einige Vertreter dieser Gruppe sind:
Tryptamin in Tomaten, Salami..
Serotonin und Melatonin als Neurotransmitter sind dem Tryptamin verwandt. Sie bewirken im Körper: Blutdrucksenkung, Ruhelosigkeit, Bewegungsstörungen, Nervosität, Halluzinationen
Tyramin in reifem Käse , Schokolade, Orangen,Bananen,Spinat der Gehalt an Tyramin steigt mit dem Reifegrad im Körper wirkt Tyramin als Gewebshormon blutdrucksteigernd, regt die Muskulatur zur Kontraktion an, fördert Migräne
Histamin in Sahne, Buttermilch, Harzer Käse, Emmentaler, Camembert, Spinat, Sauerkraut, Tafel-+ Rotweinessig, Nicht-frischer Fisch (mariniert, geräuchert, gepökelt, haltbar gemacht) obergärige Biere
Es bewirkt im Körper: Übelkeit,Erbrechen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kopfschmerz, Blutdrucksteigerungen. Glutamat (Geschmacksverstärker),(Mono-Natrium-Glutamat) im Körper simulieren sie ein künstliches Hungergefühl, passieren die Blut-Hirnschranke und gehen sozusagen direkt ins Gehirn. Sie können im Körper folgende Beschwerden verursachen: Kopfschmerzen, Herzklopfen, Magenschmerzen, der Blutdruck steigt. Bekannt ist das China-Restaurant-Syndrom
Koffein wird oft, vor allem Süßigkeiten und Limonaden zugesetzt Es bewirkt im Körper Anregung,Schlaflosigkeit, Herzklopfen Heißhunger ( Unterzuckerungen, etwa durch Koffein, ein Keks gehört schon zum Kaffee :-)) )
Info: Vorsicht bei Einnahme von antidepressiv wirkenden Mono-amino-oxidase Hemmern.
Ein pflanzlicher Vertreter dieser Medikamentengruppe ist das Johanniskraut.
Bei reichlicher Zufuhr aminhaltiger Nahrungsmittel, kann der Körper die große Menge der Amine nicht mehr abbauen (Mono-amino-oxidase) und es kommt zum gefährlichen Aminschock. Koffein und Tee führen zu einer vermehrten Synthese von Noradrenalin und Dopamin und verstärken damit die Wirkung von MAO-Hemmern
Pseudoallergien
Diese gleichen den Allergien in ihrem Erscheinungsbild. Durch die Stoffe in der Nahrung kommt es zu einer direkten Freisetzung
von Mediatoren aus den Mastzellen, die bei einer Allergie immunologisch ausgelöst wird.
Typische Auslöser dieser sog. Degranulation von Mastzellen können sein:
Lektine in Hülsenfrüchten, Bananen, Erdbeeren
Salicylate in Äpfeln, Aprikosen, Aspirin (in Schmerzmitteln)
Parabene, Benzoesäure (Konservierungsstoffe)
Zitronensäure, Ascorbinsäure (Vitamin C), Essigsäure, die als Säurungsmittel fungieren
Medikamente
Farbstoffe
Emulgatoren
Sulfite
zu diesen Stoffen gibt es reichlich Listen
z.B. im Büchlein E = essbar
von Maurice Hanssen (Goldmann) oder Toxikologie der Nahrungsmittel von Ernst Lindner (Thieme)
oder Iß und stirb
von Kapfelsberger/Pollmer (dtv) oder Es ist angerichtet
von Klopfleisch/Maywald (Knaur)
2. Allergien / Nahrungsmittelallergien
Der Begriff wurde erstmalig 1906 von Freiherr Clemens von Pirquet, der Kinderarzt in Wien war, geprägt. Von Pirquet erkannte, dass Antikörper nicht nur eine schützende Antwort des Immunsystems vermitteln können, sondern dass auch Empfindlichkeitsreaktionen ausgelöst werden können. Allergie heißt andersartige, überschießende Reaktion auf normalerweise harmlose Umweltstoffe. Diese spezifische Veränderung der Reaktionsfähigkeit kann erworben oder angeboren sein. Die veränderte Reaktionsfähigkeit geschieht in Form einer Überempfindlichkeitsreaktion, einer überschießenden Reaktion – also eine, über die reine Vertreibung des Fremdstoffes hinausgehende, Abwehrreaktion - wobei körpereigenes Gewebe geschädigt wird.
COOMBS und GELL beschreiben vier unterschiedliche Typen von Überempfindlichkeitsreaktionen. In der Praxis werden auch Mischformen dieser Typen beobachtet. Die ersten drei Typen werden von Antikörpern ( Glykoproteine = Zucker-Eiweiß-Verbindungen, die zur Gruppe der Gammaglobuline gehören, und welche als mögliche Antwort des Immunsystems auf einen Feind, von den B-Lymphozyten und Plasmazellen in großer Menge gebildet werden) vermittelt. Die Typ IV-Allergie ist in erster Linie zellvermittelt (T-Lymphozyten und Makrophagen).
BEGRIFFSERKLÄRUNG – ANTIGEN – HAPTEN
griechisch: anti = gegen , griechisch: gennan = erzeugen , Abkürzung = Ag
Ein Antigen ist eine Substanz, die vom Körper als fremd erkannt wird und damit eine Abwehrreaktion auslösen kann.
Hapten = griechisch : aptein = haften
Von einem Hapten spricht man in der Allergologie, als von einer meist kleinen (nieder molekularen) Substanz, mit der der Organismus zuvor
noch nicht in Kontakt gekommen ist, und welche sich durch Anheften an eine größere (höher molekulare) Substanz,
einem sog. Carrier (meist Eiweiße), zum Vollantigen entwickelt und damit eine Abwehrreaktion auslöst.
TYP I (Sofortreaktion) wird durch IgE – Antikörper verursacht. Nach Kontakt mit dem Allergen tritt die Reaktion sofort ein. Es werden IgE- Antikörper gebildet, die sich an Mastzellen (bestimmte Sorte von weißen Blutkörperchen) anheften und zur sog. Degranulation dieser führen. In den Granula (Körnchen) dieser Zellen befinden sich sog. Mediatoren, deren Eintritt in die Blutbahn, dann zu den typischen Reaktionen führt. Bekanntester Vertreter ist das Histamin. Das Auftreten eines anaphylaktischen Schocks, als Zeichen einer besonders starken Überempfindlichkeitsreaktion gehört zum TypI-Reaktionen. Ein anaphylaktischer Schock ist immer ein Notfall und muss schnellstens ärztlich behandelt werden. Einige besonders empfindliche Menschen haben ein Notfallbesteck bei sich, dass Adrenalininjektion +/- Cortison, Antihistaminikum enthält.
Die Abbildung stellt eine Mastzelle dar , mit angehefteten Immunglobulin- E- Molekülen und deren Vernetzung durch den Allergenkontakt. Die Vermittlerstoffe werden ausgeschüttet und werden über das Blut wirksam.
Wie bekommt man nun eine Allergie vom Typ I ?
Ein Mensch, der eine angeborene Bereitschaft zeigt, Allergien vom Typ I zu entwickeln wird Atopiker genannt.
Der Begriff Atopie wurde 1923 von Coca und Cooke verwendet und bezeichnete damals die klinischen Symptome von Asthma, Ekzem, Heufieber und Nesselsucht.
Sind beide Elternteile eines Kindes allergisch , so besteht eine Wahrscheinlichkeit von 50%, dass das Kind ebenfalls eine Allergie entwickelt.
Mit nur einem allergischen Elternteil liegt die Wahrscheinlichkeit noch bei 30%.
Als Risikofaktoren zur Entwicklung einer Typ I -Allergie gelten ein hoher IgE-Spiegel im Blut, die elterlichen Voraussetzungen und in
hohem Maße die Umwelt-und Ernährungsbedingungen.
Wesentlich ist die Exposition betreffs der Antigene, d.h. wie stark ist ein Mensch dem Antigen (Allergen) ausgesetzt.
Bei den Blütenpollen beträgt die Menge, der ein Mensch im Laufe eines Jahres ausgesetzt ist nur ein millionstel Gramm,
also eine sehr niedrige Dosis, die immerhin rund 15% der Bevölkerung starke Beschwerden beschert.
Neben der Exposition spielen chronische Erkrankungen , sowie Virusinfekte und parasitäre Erkrankungen eine erhebliche Rolle,
plötzlich allergisch zu reagieren.
Die allgemeine Allergieneigung scheint an bestimmte Antigene gebunden zu sein z.B. HLA-B8. Ein Kausalzusammenhang mit der Entwicklung von Atopie scheint ein Defizit in der T-Zellpopulation (vor allem T-Suppressorzellen) zu sein. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass brustgestillte Säuglinge seltener Ekzeme entwickeln, es besteht dabei eine Korrelation zwischen IgE-Spiegel und T-Suppressorzellen. Wenn in der Säuglingszeit zu früh abgestillt wird, vermindert sich die T-Suppressorzellenzahl und als Ausgleich erhöht sich IgE. Man bedenke aber, dass auch allergisierende Stoffe mit der Muttermilch dem Kinde zugeführt werden können, dass somit die gesunde Lebensweise der Mutter eine wichtige Rolle spielt.
TYP II (zytotoxischer Typ)
die Antikörper sind vom Typ IgG und IgM.
Diese Immunglobulintypen sind bei normalen Abwehrreaktionen (z.B. gegen Viren und Bakterien) beteiligt.
Sie können aber auch bei einer Reaktion gegen Antigene auf den körpereigenen Zell- und Gewebsoberflächen gerichtet sein
und so die Zerstörung des körpereigenen Materials herbeiführen.
Bsp.: rote Blutkörperchen werden angegriffen, etwa bei einer Reaktion auf eine transfundierte unverträgliche Blutgruppe.
Bei einer Reaktion auf die Funktionseinheiten der Niere, es kommt zur Glomerulonephritis.....
Diese Erkrankungsformen werden als auto-aggressiv bezeichnet.
TYP III (Immunkomplex-Typ)
Bei diesem Typ sind ebenfalls IgG und IgM Antikörper beteiligt.
Es bilden sich jedoch Immunkomplexe aus frei löslichen Antigenen, diese befinden sich nicht fest auf der Zelloberfläche, und aus Antikörpern.
Im Normalfall werden diese Komplexe von der Abwehr entfernt.
Lagern sich diese Komplexe jedoch ab kommt es zu einem Angriff u.a.
von Fresszellen auf diese und damit auch auf das körpereigene Gewebe in diesem Bereich.
Zu diesen Autoimmun-Erkrankungen gehört z.B. die allergische Alveolitis (Entzündung der Lungenbläschen, nach Einatmen von Allergenen),
einige rheumatische Erkrankungen.....
TYP IV (Spättyp)
Die Besonderheit dieses Typs im Rahmen der allergischen Erkrankungen ist die Vermittlung durch T-Lymphozyten (Untergruppe im weißen Blutbild)
und nicht durch Antikörperbildung.
Über die Aktivierung der Thymus-Lymphozyten werden weitere Abwehrzellen angelockt und aktiviert.
Die Reaktionszeit ist verlängert und beträgt ca.12 Stunden, bis Symptome erkennbar werden können auch bis zu 72 Stunden vergehen.
Bekanntere Formen sind Hauterscheinungen.
Im Falle von Nahrungsmittelallergien können häufig Mischformen der 4 Typen auftreten.
ATOPIE
Mit Atopie bezeichnet man eine ungewöhnliche Bereitschaft allergisch reagieren zu können.(Typ I)
Ob jemand die Tendenz zum Atopiker hat, kann man über die Höhe des IgE-Titers im Blut bestimmen.
Oft ist dieser Titer von Geburt an erhöht. Es muss aber nicht zwangsläufig zur Entwicklung von Allergien kommen.
Die Ausbildung von Allergien ist vom Allergenkontakt, der Schwere und der Häufigkeit ,den Umweltbedingungen abhängig.
Bekannte Vertreter atopischer Erkrankungen :
Neurodermitis, allergische Rhinitis, allergische Conjunctivitis, allergische Darmentzündungen,Urticaria
Der Prick-Test
(Diese Abbildungen wurden uns freundlicherweise von der Fa. ALLERGOPHARMA , Joachim Danzer KG, zur Verfügung gestellt. Oben: Die Durchführung eines Prick-Testes. Unten: Das Ergebnis.)
Der Prick-Test ist eine Standarduntersuchung auf Typ I – Allergien.Pollen, Hausstaub, Schimmelpilze, Tierhaare, Nahrungsmittel...
Beim Prick-Test werden Tröpfchen von verschiedenen Lösungen, die die verdächtigen Stoffe enthalten, auf die Innenseite
des Unterarms getropft. Danach wird mit einer Lanzette ,durch die Lösung hindurch , die Haut leicht eingestochen.
Der verdächtige Stoff dringt in die Haut ein und erlangt Zugang zu den kleinen Blutgefäßen. Kommt es nach etwa einer halben
Stunde im Bereich der Tropfen zu einer Rötung, Schwellung, Juckreiz so hat man ein oder mehrere mögliche Antigene gefunden.
Einige der Tröpfchen enthalten eine Kontrolllösung.
Bei der Kontrolllösung Histamin muss eine Reaktion erfolgen
Bei der Kontrolllösung Kochsalz darf keine Reaktion erfolgen
Fehlerquellen beim Test können durch Einnahme von Medikamenten, wie Kortison, Antihistaminika etc. entstehen, das negative Ergebnis
wird dann als falsch-negativ bezeichnet.
Es kann durch die Testlösung, allerdings selten, auch zu einem anaphylaktischen Schock kommen oder zu mehr oder minder schweren Kreislaufreaktionen.
Der Patient muss mindestens eine Stunde unter ärztlicher Beobachtung bleiben.
Da das Testergebnis nur eine Verdachtsdiagnose stellt, müssen weitere Allergietests zur Erhärtung des Verdachtes ausgeführt werden.
RAST-Test
Radio-allergo-sorbent-Test.
Nach der Blutentnahme findet der Test im Labor statt. Es sollen Antikörper der IgE-Klasse gegen körperfremde Substanzen nachgewiesen werden.
Bevorzugt werden die bereits verdächtigen Allergene getestet.
Ein Ergebnis ist etwa nach 2 Wochen vorhanden.
Je höher der RAST-Wert ist, desto höher ist die Empfindlichkeit gegen dieses Allergen.
EPIKUTAN-Test
auf der Haut-Test,Läppchentest
dieser Test wird hauptsächlich für Typ IV -Allergien genutzt (z.B. Kontaktekzeme)
Es werden Pflasterstreifen, die mit typischen Allergenen beschichtet sind meist auf den Rücken geklebt.
Nach 1,2,3 Tagen werden diese Stellen dann überprüft.
Fehlerquellen: Es wurde während der Testphase geduscht, die Testlösung wurde verwässert...
Die Haut reagiert, obwohl die Person nicht auf die Testlösung allergisch ist.
(Diese Abbildungen wurden uns freundlicherweise von der Fa. ALLERGOPHARMA , Joachim Danzer KG, zur Verfügung gestellt. Oben: Durchführung eines Intrakutan Testes. Unten: Das Ergebnis.)
INTRAKUTAN-Test
Die verdächtigen Stoffe werden in geringer Dosierung direkt in die Haut gespritzt. Dieser Test ist sehr empfindlich und aussagekräftig. Da es hierbei zu stärkeren Sofortreaktionen kommen kann, muss er unbedingt vom Allergologen durchgeführt werden, der im Notfall Hilfe leisten kann.
Scratch-Test
Ähnlich wie der Prick-Test, hier wird die Haut unblutig angeritzt, um den intensiven Kontakt des Körpers mit der Testlösung zu ermöglichen.
Reibe-Test
Die verdächtigen Substanzen werden als naturbelassenes Rohmaterial auf die Haut gerieben. der Test ist wesentlich unempfindlicher, als die übrigen.
Es kommt nicht zu solch heftigen Reaktionen.
Ein negatives Ergebnis ist nicht zuverlässig negativ.
Ein positives Ergebnis (mit Rötung, Schwellung etc.) jedoch aussagekräftig.
Alternative - Testmöglichkeiten
Das Hauptthema dieses Beitrages bezieht sich auf Unverträglichkeiten des Nahrungsmittelbereiches und soll in der Hauptsache die Möglichkeiten aus der Naturheilmedizin aufzeigen. Viele der Naturheil-medizinischen Diagnose- und Behandlungsverfahren entbehren noch des naturwissenschaftlichen-schulmedizinischen Nachweises, gründen jedoch ihre Wertigkeit in der Erfahrungsheilkunde.
Kleines Vegatest ® - Gerät mit eingebauter Testwabe EAV (sog. elektro-akupunktur-nach Voll)
Ein Patient wird an einen Messkreis mittels einer Hand (Fuß-) Elektrode angeschlossen. Als Beispielgerät habe ich unter den zahlreichen EAV -Geräten das Vegatest® - Gerät s. Abb. ausgewählt. Gemessen wird die Reaktion auf einen Suchstrom an den Endpunkten bestimmter Akupunkturmeridiane an Händen und Füßen. Neben diesen Referenzpunkten gibt es noch eine Vielzahl weiterer Messpunkte, die für noch genauere Diagnosen und andere Problematiken genutzt werden können.
Abb. zeigt einige Messpunkte an der Hand
Die Soll - Reaktion für gesunde körperliche Zustände wurde in vielen Versuchen festgelegt. Bringt man nach der Messung der sog. Leerwerte, deren Betrag Rückschlüsse auf die momentane energetische Situation des Probanden zulässt, nun die zu prüfende Substanz in eine angeschlossene Testwabe und somit in den Messkreis, deutet das Ergebnis durch seine Veränderung gegenüber dem Leerwert , auf eine Verträglichkeit oder Unverträglichkeit hin. Erfahrungsgemäß erweitert sich die Palette von Verträglichem und Unverträglichem enorm. Bei den o.g. medizinisch- anerkannten Tests werden ja nur Milcheiweiß, Hühnereiweiß...etc. Einzelstoffe einer bestimmten Stoffgruppe berücksichtigt. Bei der EAV - Methodik wird die Milch einer bestimmten Sorte oder der Kakao einer bestimmten Marke und Charge in seiner Gesamtzusammensetzung getestet. In der Konsequenz bedeutet das, dass die Auswahl des Verträglichen enorm steigt und der Patient leichter seine Ernährung anpassen kann. Im Falle der Auslassdiät gehen wir hierbei davon aus, dass über einen Zeitraum von 5 Wochen nur das zu sich genommen werden darf, was als gut verträglich eingestuft wurde. Nach dieser Zeit kann dann der Patient selbst den Pulstest nach Coca durchführen und nach und nach sein Nahrungsmittelrepertoire erweitern.
Pulstest nach Coca
Nach 5 Wochen Karenz von Unverträglichem (auch z.b. Zahnpasta, Mundwasser wird berücksichtigt) wird nun ein neues
Nahrungsmittel gegessen.
Vor dem Essen wird der Puls 1 Minute lang gezählt (bei kürzerer Zählzeit verdoppelt oder vervierfacht sich die Fehlerquote beim zählen).
Etwa 30 minuten nach dem Essen der Testsubstanz wird der Puls erneut 1 Minute gezählt.
Beträgt die Differenz der Pulsfrequenz mehr als 15 Schläge nach oben oder unten, so muss man dieses Nahrungsmittel in zukunft weglassen.
Nach 3 Tagen, in denen man nur die bekannt verträglichen Nahrungsmittel gegessen hat, kann man erneut ein neues
Nahrungsmittel auf diese Weise testen.
Liegt keine Veränderung der Pulsfrequenz vor kann man mit der nächsten Mahlzeit erneut ein neues
Nahrungsmittel testen
und das Erstere in die Liste von Verträglichem einreihen.
Notfallbehandlung bei Anaphylaxie Durch den Notarzt, Intensivstation oder selbst, wenn man als besonders gefährdeter Allergiker ein Notfallbesteck mitbekommen hat (z.b. bei Bienenstichallergie). Ein solches Notfallset besteht i.d.r aus einer Adrenalininjektion, Kortison und einem Antihistaminikum evtl. auch einem Notfallspray (z.b. bei Asthma)
Antihistaminika
Durch Antihistaminika wird der, von den Mastzellen ausgeschüttete Botenstoff (Histamin), der für die Symptome verantwortlich ist, quasi blockiert.
Die Mastzellen werden stabilisiert und die Histaminausschüttung wird gehemmt.
Die Antihistaminika der neueren Generation verursachen nicht mehr die bei Antihistaminika der ersten Generation auftretende Müdigkeit.
Kombipräparate aus Chromoglycinsäure und Kortison
Chromoglycinsäure macht die Mastzellen weniger empfindlich für die IgE.
Kortison lindert die mit der Allergie verbundenen Entzündungen.
Spezifische Immuntherapien
Hyposensibilisierung
Klassische Form unter ärztlicher Aufsicht. Der Allergiker erhält eine Mischung aus Allergenen, die unter die Haut gespritzt wird, ganzjährig in bestimmten Abständen über einen Zeitraum von 3-5 Jahren. Die Verdünnungen des Spritzinhaltes werden immer niedriger, es ist also immer mehr des Allergengemisches enthalten. Der Körper wird also immer mehr an die eigentlich harmlosen Stoffe gewöhnt und reagiert letztlich wieder normal auf diese Substanzen. Die Behandlung muss unter strenger ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden, da es bei Steigerungen zur nächst-höheren Dosierung auch zu Schockzuständen kommen kann.
Kurzzeithyposensibilisierung
Es werden etwa 7 Injektionen einige Monate vor dem Pollenflug gegeben. Über einen Zeitraum von 3-5 Jahren.
Desensibilisierung
a) Aus dem Patientenblut wird ein Serum hergestellt, die herstellende Firma kann auch einen sog. Aktivator mit einbringen
(z.b Allergostopp® der Fa. Vitorgan®).
Dieses Serum wird ebenfalls in ansteigender Dosierung gespritzt.
b) Blut wird entnommen und direkt zurück gespritzt (Eigenblutbehandlung)
c) Ein Tropfen Patienteneigenen Blutes wird entnommen und mit einem ausgetesteten Aktivator in Form einer Quaddel zurück gespritzt
(Modifizierte Eigenblutbehandlung)
d) Ein Tropfen Patienteneigenen Blutes wird mit einem Aktivator gemischt und in homöopathischen Verdünnungsstufen zurück gespritzt
(etwa Auto-Sanguis-Stufentherapie Fa.Heel®)
Unsere Praxiserfahrung hat über die letzten 30 Jahre gezeigt, dass durch die Austestung der Aktivatoren und der Verdünnungsstufen mit EAV, die Desensibilisierung oft mit 10 -20 Injektionen abgeschlossen ist. Eine Kombination aller Verfahren nacheinander hat bei schwersten Allergien Erfolg gebracht, wenn ein Verfahren allein nicht zum endgültigen Erfolg führte. Die meiner Meinung nach sanfteste Methode ist die aktivierte-EAV-getestete Eigenblutbehandlung.
Psychotherapeutische Verfahren
Eines der neueren begleitenden oder auch in einigen Fällen alleinigen Verfahrens ist das NLP (neuro-linguistisches-programmieren).
NLP bietet in einer Kurzzeittherapie sog. Formate, die aufdecken, wie der Patient sich seine Beschwerden selbst macht und in Gang hält
und vermittelt Lösungswege.
Je nach Leidensgeschichte des Patienten erachte ich NLP für eine ideale Begleitung zur De- oder Hyposensibilisierungsbehandlung.
Verschiedene Methoden aus Radionik, Radiästhäsie, Biokybernetik, Homöopathie
Radiästhäsie
Wer in der Lage ist mit einem Pendel, Tensor oder einer Rute zuverlässig umzugehen, kann sich natürlich selbst auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten /verträglichkeiten austesten. Es werden hierzu zahlreiche Kurse und Hilfsmittel (z.b. Teströhrchen, Messkarten etc.) angeboten. Ich empfehle jedoch zuerst eine von einem Fachmann/Frau durchgeführte Testung auf Verträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel, die dann ausschließlich über 5 wochen verspeist werden (incl. Zahnpasta,Shampoo, Mundwasser ..) Danach hat sich das Immunsystem schon etwas erholt. Der Grund für diese Empfehlung ist, dass der Körper im Nahrungsmittelallergie-fall durch die höhere Adrenalinausschüttung und oft nachfolgende Unterzuckerung, gegenüber der allergenen Nahrung ein Sucht- ähnliches Verhalten an den Tag legt. Wir werden das später noch einmal genauer betrachten. Eine Eigenmessung kann dann bei der betroffenen Person ohne Auslassdiät u.U. verfälschte Ergebnisse zeigen. Zum einen, weil der Unterzuckerungszustand nicht mit dem Leben vereinbar ist, und der dringende Wunsch nach schnell gängigem Zucker eine lebenserhaltende Maßnahme darstellt, zum anderen der oft Rausch-ähnliche, Sucht-artige Zustand ein attraktives Lebensgefühl vermitteln kann.
Radionische Hilfsmittel
Mittels Bioresonanzverfahren ist es möglich, die Allergie-Informationen um 180Grad zu drehen (invertieren) und diese umgekehrte Löschschwingung dem Patienten zuzuführen. Es stehen u.a. viele Typen von Bioresonanzgeräten und radionischen Geräten zur Verfügung wie: Bicom® (Brüggemann) , AMS® (Ludwig), Code-coder®(Dittmer), Bioswing®, Remiwave® (Holimed), Moragerät®(Morell), Rayometer®(Rayonex), Radionikmaster® (Wänke) Kristalle, auf die mehrere Lösch – oder Umprogramierungsschwingungen aufgespielt wurden (Energiestäbchen), Magnetkarten (z.b. mit Schwingungen von Vegatest®-Geräten) , also mitzunehmende Speichermedien, die am Menschen oder dem Nahrungsmittel selbst desensibilisierend eingesetzt werden können.
Akupunktur
Mittels des von Dr. Nogier entdeckten RAC (Reflex-auriculair-cardiac) kann über eine Veränderung der Pulswelle ein Hinweis auf Unverträglichkeit gewonnen werden. Ohrakupunktur und Körperakupunktur können bei Allergien äußerst starke Linderung der Symptome erzielen. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde z.b. eine Erhöhung des körpereigenen Cortisonspiegels, nach Nadelung der betreffenden Punkte. Nicht zu unterschätzen ist auch die harmonisierende Wirkung der klassischen Akupunktur.
Homöopathie
Die klassische Homöopathie bietet Hilfe durch genaues repertorisieren der Patienten-spezifischen Symptome und das herausfinden eines oder weniger genau-passender Medikamente, die körperliche und seelische Aspekte genau dieses Menschen berücksichtigen. Aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit mit der Symptomatik des Leidenden, die ebenfalls durch die giftige Wirkung des Medikamenteninhaltes hervorgerufen wird, kann somit in einer gegenregulierenden Verdünnung/potenzierung - ( mit Potenzierung, wird eine besondere Verdünnungszubereitung nach genau festgelegten Schritten bezeichnet)-, eine Linderung oder Heilung der Krankheit angestrebt werden. Eine Unterform dieser klassischen vorgehensweise ist in der Homöopathie, die sog. Komplexmittel-Homöopathie ausgeklügelte Zusammensetzungen verschiedener Bestandteile unterstützen den Körper bei seiner Heilung.
Homöopathische Zubereitung von allopathischen Stoffen Einige Arzeneimittelfirmen wie Stauffen-Pharma®, Arcana®, Heel ® bieten chemische Stoffe an, die nach homöopathischen Regeln zubereitet wurden, um damit die durch den Stoff ausgelösten Allergien, Nebenwirkungen etc. behandeln zu können. Bsp. Histamin in homöopathischer Zubereitung hat dann eine Antihistaminikum-ähnliche Wirkung. Hautschäden, die durch eine langzeitige Kortisonbehandlung entstanden sind können günstig durch eine homöopathische Zubereitung von Kortisonen behandelt werden.
Symptome
Wie immer bei der Diagnose von Erkrankungen können sich die gleichen Symptome bei einer Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen zeigen.
Eine sog. Differentialdiagnose ist unausweichlich. die Diagnose wird durch Laborwerte, klinische Untersuchungen, Geräteuntersuchungen erhärtet.
Bei den heutzutage immer weiter zunehmenden allergischen Erkrankungen (Schätzungen gehen von 10- 80% des Bevölkerungsbefalls aus),
halte ich es für angebracht bei der Diagnosestellung zumindest auch an allergische Ursachen bei der Pathogenese zu denken.
Im folgenden habe ich Checklisten eingebaut, die Symptome bei allergischem Geschehen verdeutlichen sollen und manchen dazu anregen mögen,
wenn er diese bei sich wiedererkennt auch mal einen Test auf Nahrungsmittelempfindlichkeit oder verdächtige Umweltsubstanzen zu machen.
Heuschnupfen/Rhinitis allergica
> Nase +/- Augen sind verschwollen
> Manchmal juckt der Gaumen oder die Ohrinnenseite
> Häufiges Niesen /verschiedene Schweregrade (Pollen/Schimmelpilze)
> Beschwerden treten im Frühjahr, Sommer, Herbst auf
> Ganzjährige Beschwerden deuten auf weitere Allergene als Auslöser hin
(Nahrungsmittel, Hausstaub, Haustiere usw.)
Conjunctivitis allergica
Die erhöhte Empfindlichkeit der Schleimhäute spielt eine große Rolle bei der Entstehung einer allergischen Nasenschleimhaut-
bzw. Augenbindehautentzündung.
Unbehandelte Erkrankungen können sich auch auf andere Schleimhäute ausbreiten
-> Asthma ->Alveolitis (Lungenbläschenentzündung) -> Darmentzündungen (verschiedene Formen)
Wessen Bindehäute allergisch reagieren empfindet meist:
> ein Jucken, die Augen sind gerötet und tränen
> oftmals sind die Tränensäcke dicht verquollen
> oft haben Kinder dunkle Ringe unter den Augen, manche haben Falten unter
den Unterlidern
> Durch häufiges Reiben der juckenden Augen kann sich eine bakterielle
Infektion aufsetzen. Die sonst klare Augenflüssigkeit wird trüb und kann je
nach Erreger gelblich, grünlich oder gräulich werden.
> Sind die Augenlider morgens verklebt ??
Pollenallergiker haben oft gleichzeitig Nahrungsmittelallergien sog. Kreuzreaktionen für folgende Nahrungsmittel sind häufig:
| Nahrungsmittel | Pollenallergie |
| Aprikosen, Äpfel, Anis Haselnuss | Bäume |
| Birnen, Kirschen, Möhren, Nüsse, Sellerie | Birke, Erle, Haselnuss |
| Getreideprodukte (Brot,Kekse,Nudeln..) | Gräser/Getreide |
| Soja, Erdnüsse (z.B. Cornflakes) | Gräser/Getreide |
| Gewürzmischungen, Anis, Fenchel, Kamille Möhren, Ingwer, Zimt, Curry-Mischungen Ketchup, Paprika, Sonnenblumenkerne Gurken u.v.m. | Kräuterpollen |
Auffälligkeiten
> häufiges Nasenreiben
> häufiges Nasenbohren
> Niesattacken
> Rissige Lippen, weil bei verstopfter Nase vermehrt durch den Mund geatmet wird
> häufiges Nasenbluten
> häufiges Räuspern
> Glucksgeräusche in der Kehle (häufig bei Milchallergien)
> Ringe unter den Augen
> verquollene Lider
> verklebte Lider
> Husten nachts. Durch Allergie vermehrtes Sekret, das in den Hals läuft
> Sich wiederholende Ohren- und Nasennebenhöhleninfektionen. Durch die Entzündungen der Nasenschleimhäute werden die natürlichen
Abflüsse von Ohr und Nebenhöhlen in Nase und Rachen verlegt. Es kommt zu aufsteigenden und rezidivierenden Entzündungen
> sich häufig wiederholende Mandelentzündungen der Gaumen- und
Rachenmandeln (Volksmund=Polypen). Die Mandeln schwellen normalerweise nach Erledigung ihrer Abwehraufgabe wieder ab.
Im Falle allergischer Reaktionsweise bestehen die Schwellungen mehr oder weniger stark oft über Jahre.
> Räuspern, Husten, Atemschwierigkeiten, Asthma. In Familien mit Asthmakranken tritt diese Erkrankung beim Patienten selbst
häufiger auf, aber ein sog. Allergischer-Husten kann ein Anzeichen für eine Asthmagefährdung sein.
Da bei allergischer Reaktionslage bei längerem Bestehen eine zunehmende Infektanfälligkeit entsteht, können sich schwere Erkrankungen, wie z.B.
Bronchitis aufsetzen.
> Wie lange besteht der allergische Husten ? Über längere Zeit? Wird der Husten schlimmer?
Verstärkt sich der Husten z.B. bei körperlicher Anstrengung, bei herzhaftem Lachen, beim Sport, bei Aufregung, nach kaltem Essen oder
Trinken, inkalter Luft ist ein Zischen oder Keuchen beim Atmen hörbar????
Wenn ja, so ist eine dringende Untersuchung und Behandlung erforderlich.
Nesselausschläge/Urticaria
Es zeigen sich mückenstich-artige Quaddeln mit härterem weißem Mittelpunkt.
Ein roter, geschwollener Kreis umgibt die hellere Quaddel. Manchmal finden sich auch juckende, mehr rosafarbene Flecken oder Punkte.
Die Größe variiert von 1-8cm.
Häufige Auslöser sind Medikamente wie Antibiotika (z.B. Penicilline) Aspirin (Acetyl-salicyl-Säure).
Nahrungsmittel wie : Milch,Milchprodukte,Erdnüsse, Rotwein
Waschmittel, Weichspüler, Seifen, Reinigungschemikalien, Färbemittel
Tierkontakte (Tierhaare)
Schimmelpilze, Hausstaub
Stressreaktionen, die zu Histaminfreisetzung führen
Kann man die Kontakte vermeiden oder die Medikamente absetzen, verschwindet der Ausschlag i.d.R. schnell.
Es gibt aber auch z.B. bei Kontrastmittel- oder Penicillinempfindlichkeiten gefährliche Schockreaktionen (Anaphylaktischer-Schock) Treten bei Nesselausschlag außer dem Juckreiz und den Quaddeln noch eine Schwellung der Mund- oder Rachenschleimhaut auf, werden Atemnot oder Kreislaufprobleme während eines Schubs beobachtet, benötigen Sie umgehend,schnelle ärztliche Nothilfe. Innere Ursachen kommen ebenfalls als Auslöser in Frage. Treten Nesselausschläge wiederkehrend über einen Zeitraum von 3 Wochen oder länger auf, so nennt man diese Urticaria chronisch.
Quincke-Ödem (älter angio-neurotisches-Ödem) Bei dieser Form der allergischen Reaktion handelt es sich um eine Schwellung des unter der Schleimhaut sitzenden Gewebes. Diese Erkrankung kann angeboren oder erworben sein. Die Schwellungen können sehr stark und damit lebensbedrohlich z.B. die Atemwege verlegen.
Auffälligkeiten
> Schnelles Anschwellen des Gesichtes, Augen, Lider, Lippen, Wangen,
> Schwellung im Genitalbereich
> Schwellung der Zunge (immer gefährlich)
> Schwellung des Kehlkopfes (immer gefährlich)
> Schwierigkeiten beim Atmen (immer gefährlich)
> tiefer liegende Schwellungen z.B. im Magen-Darm-Trakt, Harnblase, Geschlechtsorgane, die heftige Schmerzen verursachen, Bauchschmerzen,
Erbrechen, Schwächezustände
Bei der vererbten Form des Quincke-Ödems liegt ein Mangel an dem Blutprotein C1-Inhibitor vor. Bei dieser Form handelt es sich nicht um eine Allergie, das Erscheinungsbild ist einer Allergie jedoch sehr ähnlich. Die größte Häufigkeit in der Lokalisation des Geschehens liegt im Bereich der Extremitäten und Genitalien, am Hals, Nacken und im Gesicht. Ein Quincke-Ödem kann auch physikalisch-mechanisch durch Druck oder Vibrationen ausgelöst werden. Die Schwellung wird von dem Gewebshormon, Bradykinin, welches die Gefäßdurchlässigkeit erhöht ausgelöst (Flüssigkeit tritt aus den Gefäßen ins Gewebe aus...,es entsteht ein Ödem) und die Schmerzempfindlichkeit an der betreffenden Körperstelle steigt.
Auslöser und Ursachen
Medikamente, die den Bradykininhaushalt stören
Nahrungsmittel, die selbst gefäßerweiternd wirken (alkoholhaltige Nahrungsmittel,Zimt..)
Nahrungsmittelallergien
Auto-immun-Erkrankungen, bei denen Antikörper gegen C1-Inhibitor gebildet werden
Neurodermitis
Diese Erkrankung gehört zum atopischen Formenkreis.
Sie wird vererbt.
Die natürliche Barrierefunktion der Haut ist verringert.
Die Möglichkeit des Eindringens potentieller Allergene ist erhöht.
Hauptsächlich verantwortlich zu sein, scheint ein Gendefekt, der zur Verminderung des Filaggrins führt.
Filaggrin fördert die Verhornungsprozeße der Hautoberfläche.
Es werden jedoch weitere Gendefekte diskutiert, die z.B. das Kollagen in der Haut anbetreffen.
Für die Geschmeidigkeit der Haut sorgt das sog. Hautfett, zu dessen Bildung u.a. Gamma-Linolen-Säure nötig ist.
Diese wird aus, mit der Nahrung aufgenommener, Linolensäure, mittels eines Enzyms, der Delta-6-Desaturase, gebildet.
Es wird vermutet, dass ein Mangel oder eine diesbezügliche Stoffwechselstörung vorliegt.
Die Schutzfunktion der Gamma- Linolen-Säure, auch in der Schleimhaut des Darmes, erklärt auch den Bezug zur
Auslösung von Neurodermitisschüben durch unverträgliche Nahrungsmittel.
Auffälligkeiten
> Juckreiz
> typische Lokalisationen im Gesicht, Ellenbeugen, Kniebeugen,Wangenknochen, Handgelenke
> münzgroße Flecken am ganzen Körper
> manchmal auffällige Fältelung der Handballen
> trockene, gerötete Haut
> seelische Erregungen verschlimmern die Hauterscheinungen
> Säuglinge haben oft Milchschorf als erstes Zeichen
> Pilz-Befall des Darmes mit Folgen einer Allergiebildung
> der lipophile Pilz Malassezia besiedelt die Haut. Ca. 30-80% der Patienten
bilden; dagegen IgE-Antikörper, mit der Folge, dass die Entzündungen der Haut aufrecht erhalten werden
> Rötung und Schwellung der Haut, Nässen mit anschließendem Eintrocknen und typischer Krustenbildung.
Bei Nichtbehandlung kommt es leicht zu Superinfektionen der Haut (Staphylococcus aureus)
> ab der Pubertät Vergrößerung der Hautfalten im befallenen Bereich
weitere Besonderheiten und Minimalformen
> Einrisse an den Ohrläppchen
> Einrisse an den Mundwinkeln (Rhagaden)
> juckende und entzündete Lippen
> Ekzeme an Finger- und Zehenkuppen
> trockene und schuppige Haut an Handflächen und Fußsohlen
> juckende Bläschen an Handflächen und Fußsohlen
Nun gehört das atopische Ekzem nicht zu den allergischen Erkrankungen, es geht aber meist mit allergischen Reaktionen einher und wird durch diese in ihrer Erscheinung gefördert. Im Rahmen dieser Erkrankung können wir dem Patienten oft große Erleichterung durch die Behandlung von Nahrungsmittelallergien verschaffen. Besserungen werden auch durch getestete Gaben von Vitamin A, E, B6, Biotin (B7 oder Vitamin H) und Pantothensäure(B5) beobachtet (Vorsicht Überdosierung von Vitaminen, toxische Wirkungen von E,A)
Teste auf Schimmelpilze, Pollen und Störungen der natürlichen Keimbesiedlung des Darmes sind empfehlenswert. Die Gabe von Gamma-Linolen-Säure-haltigen Produkten hat sich bewährt (Zusammensetzungen testen, Empfindlichkeiten kommen oft über die konservierenden oder stabilisierenden Zusätze oder die Kapseln von Medikamenten)
Gamma-Linolen-Säure ist eine 3-fach ungesättigte Omega-6-Fettsäure und ist direkt in Nachtkerzenöl, Hanföl, Granatäpfeln, Borretschöl, Stutenmilch enthalten. Stutenmilch hat auch bakterizide und entzündungshemmende Eigenschaften (austesten, jahreszeitliche Schwankungen beachten im Gehalt, Lactoseintoleranz) Eine kalte Dusche fördert die körpereigene Cortisonausschüttung der Nebennierenrinde. Der Juckreiz lässt nach - Temperatur deutlich unter 20 Grad Ein sog. Kleopatra-Bad unter 30Grad für 10 Minuten dient der Hautpflege und Abheilung. Hierzu benötigt man 1 Liter Milch und 3 Esslöffel kalt geschlagenes Olivenöl auf eine Wanne Wasser. Hernach nicht abtrocknen, sondern abtupfen. Nachträgliches Eincremen mit einer getesteten Wasser- in-Öl-Emulsion oder mit einer hypoallergenen Basissalbe (Ureata-Basissalbe ® von der Firma Fides), der Vorteil einer Basissalbe ist, dass auch vom Apotheker medizinische Zusätze beigemischt werden können (besonders homöopathischer Art oder auch geringste Mengen von Kortison, die wirksam sind aber im Handel meist höher dosiert sind) Sprechen Sie mit Behandler und Apotheker.
Allergien des Magen-Darm-Traktes
Betreffen die Allergien das Verdauungssystem, nennt man sie intestinale-Allergien.
Die Beschwerden, die sie verursachen spielen sich jedoch auch anderen Ortes ab.
Auffälligkeiten im Intestinalen -System
> Mundgeruch (der nicht von den Zähnen kommt)
> Blähungen und Darmgeräusche
> Aufstoßen, Rülpsen mit Geschmack des betreffenden Nahrungsmittels auf der Zunge
> Übelkeit
> Krämpfe
> Verstopfung
> schleimiger, manchmal blutiger Stuhl (Beachte: Abklärung, Infektionen,
Krebsvorsorge)
Auch hier weise ich nochmals daraufhin, dass diese Symptome auch auf schwerere innere Erkrankungen deuten können,
die nicht allergisch bedingt sind (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Magen-Darm-Geschwüre und Tumoren, Infektionskrankheiten)
Auffälligkeiten anderenorts
> Kopfschmerzen
> Atemwegsprobleme
> Müdigkeit
> Hyperaktivität
> Niedergeschlagenheit
> Muskelschmerzen
> Hauterscheinungen
> unregelmäßiger Herzschlag
> Merk- und Denkprobleme
Nahrungsmittelempfindlichkeiten zeigen sich gewöhnlich im Rahmen einer Stunde nach der Nahrungsaufnahme.
Das Abklingen der Symptome dauert 10 Minuten bis 6 Stunden. Eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens, vor allem bei Hyperaktiven, kann bis zu 3 Tagen andauern.
Bei einigen Nahrungsmitteln äußern sich die Beeinträchtigungen jedoch erst nach vielen Stunden bis zu 3 Tagen und die Suche
nach den schuldigen Substanzen ist deutlich erschwert.
Die meisten denken dann nicht mehr an Nahrungsmittel als Auslöser ihrer Befindlichkeitsstörung.
Bsp.: Einnässen, Hauterscheinungen, Reizdarm, Gelenkbeschwerden, Hyperaktivität...
Wie bekommt man nun eine Nahrungsmittelallergie?
1. Neigung zu Allergien -> Atopie -> familiäre Häufigkeit
2. Erwerb durch andere Erkrankungen, die sensibilisierend wirken -> Streptokokkeninfekte
3. Schädigung der Darmauskleidung /Schädigung der Schleimhautbarriere z.B.
durch;Durchfälle, schleimhautschädigende Substanzen, Darmentzündungen
4. längerfristige Einnahme von Nahrung, die zuerst keine oder nur geringfügige
Störungen verursachte
5. Befall des Darmes mit Pilzen oder anderen Parasiten.
Übrigens entwicklungsgeschichtlich ist das IgE das Abwehrmittel gegen Parasiten gewesen z.B. Durchfallerreger wie Yersinien. Pilze finden, wenn sie nicht genügend Nährstoffe im Darminhalt zur Verfügung haben, durch Hyphenbildung, Anschluss an die Blutbahn. Es treten Antikörper-Reaktionen auf, in deren Verlauf auch Allergien entstehen können. Schlimmstenfalls treten die Pilze selbst ins Blut über und verursachen sog. Systemische Mykosen, die schwere Folgen haben können. Befall von Lunge, Leber, Gehirn, Prostata. Meist muss man dann mit schweren Medikamenten behandelt werden. Diagnose: Labor
Leider werden des öfteren Pilzerkrankungen des Darmes nicht ernst genommen und man streitet sich noch über die allergisierenden Eigenschaften
von Pilzen und den guten Abwehrschutz, den eine intakte Darmbevölkerung
bietet.
Krankheitserreger haben oft eine millionen-jahre-lange Erfahrung und mutieren zu antibiotikaresistenten Erreger oder finden schnell Mechanismen,
feindliche Stoffe zu neutralisieren.
Längst als ausgerottet betrachtete Keime, erscheinen wieder auf der Bildfläche und die Medizin ist verlegen um neue Abwehrmaßnahmen.
Unsere natürlichen Darmkeime besitzen hingegen eben solange Erfahrungen und unser Abwehrsystem erlernt von ihnen einen Teil seiner Immunkompetenz und
leben in Symbiose mit uns. Wir sollten also unsere Freunde
tunlichst pflegen (beim gesunden Menschen finden sich ungefähr 100 Billionen solcher Keime)
Einige Verursacher von Störungen der Darmflora
Bestimmte Antibiotika, Bestrahlungsbehandlungen, Hormoneinnahme, Kortisoneinnahme, überreichliche Zuckerzufuhr, Chemikalien,verunreinigte Nahrung,
Zytostatika, Antidepressiva, Salicylsäure, Mineralmangel (Zink, Eisen, Magnesium; Selen), diabetische Stoffwechsellage
Checkliste für Pilzbefall des Darmes
> Stuhlunregelmäßigkeiten, Durchfall
> Druckgefühl im Bauchraum
> Verstopfung
> Sodbrennen
> Magenübersäurung
> Blähungen
> Blähungen mit Luftnot oder Herzstichen
> Nesselsucht,Juckreiz
> öfters Pilzbefall der Scheide
> andere Pilzerkrankungen, auch frühere
> Morbus Crohn
> Mineralstoffmangel
> ausgeprägtes Verlangen nach Süßem
> Süßigkeiten werden nicht wirklich gut vertragen
> Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Schlafstörungen,
Konzentrationsmangel, depressive Verstimmungen ohne ersichtlichen Grund, Unruhe
> Unterzuckerungen
> Mangelernährung, zu kohlehydratreiche Kost
> Behandlungen mit Kortison, Antibiotika, Zytostatika
> Entzündungen im Mund (Aphthen)
> Einnahme von Ovulationshemmern, Immunsuppressoren
> Erkrankungen wie Diabetes oder Tuberkulose
> chronische Bronchitis
> infektiöse Enteritis, maligne Tumore
> Darmerkrankungen, Geschwüre im Darm
> verschiedene Anämieformen ( perniziöse Anämie, aplastische Anämie)
> Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
> hyperkinetisches Syndrom
Bei über 5 positiven Punkten aus der Checkliste sollten Sie darüber nachdenken ob Pilze im Darm ihnen das Leben schwerer machen.
Bei 10 oder mehr Punkten sollten Sie eine Stuhl- und Sputumuntersuchung machen.
Scoring-System nach Prof. Heinzmann und Prof.Nolting
- ständig wechselnde Stuhlqualität 3 Punkte
- Blähungen 2 Punkte
- Juckreiz um den After 3 Punkte
- Heißhunger auf Süßes und Kohlenhydrate 1 Punkte
- Genitalmykose, insbesondere Vaginalmykose 3 Punkte
- Heuschnupfen, Asthma, atopische Dermatitis 2 Punkte
- Nachweis von candida albicans im Stuhl 3 Punkte
ab 7 positiven Punkten besteht ein dringender Verdacht auf eine Intestinalmykose
Übrigens Pilze im Darm sind von einem kompetenten Behandler gut zu behandeln. Von Selbstbehandlungen ist Abstand zu nehmen. Ein sog. Aushungern der Pilze ist nicht möglich, sogar gefährlich. Wie oben schon erwähnt, können die Pilze bei Nahrungsmangel Anschluss an die Blutbahn finden und das Blut sogar besiedeln. Es muss also im Falle einer Pilzdiät ( z.B. nach Prof.Rieth) immer auch ein Pilz tötendes Gift eingenommen werden. Ein gleichzeitiges Aufforsten mit probiotischen Keimen ist anzuraten. Stümperhafte Versuche einer alleinigen Behandlung mit Bachblüte, Akupunktur oder homöopathischen Mitteln sind zu unterlassen. Eine Erfolgskontrolle durch erneute Stuhl- u. Evtl. Blutuntersuchung versteht sich von selbst.
6. AD(H)S / Gedanken zu Allergien
Attention-deficite-disorder, Aumerksamkeits-Defizit-Syndrom, wobei das H im Kürzel für Hyperkinetisch steht. Man kann diesen Begriff etwa mit Aufmerksamkeitsverlust-Erkrankung mit oder ohne motorische Übererregbarkeit übersetzen. Eine eindeutige Erklärung für die Ursachen und für die Entstehung der Auffälligkeiten im Verhalten von Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen gibt es bis heute noch nicht. Einige Begründungen liefern jedoch einleuchtende Erklärungen für das entstehen der Symptome. Es handelt sich um eine fehlerhafte Steuerungsreaktion des Gehirns. In den 80 er Jahren wurde die ADHS -Symptomatik noch als MCD -Erkrankung bezeichnet, was soviel wie minimal-cerebral-disease bedeutet, also eine minimale-Gehirnfunktionsabweichung. Man hatte bei den Betroffenen in der Ableitung der Gehirnströme (EEG) geringfügige Abweichungen entdeckt. Die Botenstoffe, sog. Neurotransmitter, z.B. das Dopamin, das für den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen verantwortlich ist, koordinierte Bewegungen , emotionale Steuerung und zielgerichtete Aufmerksamkeit ermöglicht unterliegt einer Fehlregulation. Die Regulation zwischen dem Stammhirn und der frontalen Gehirnrinde ist fehlerhaft. Dies führt zu einer fehlerhaften Hemmung des Frontalhirns, so dass ungehindert viele Reize auf den Betroffenen einstürmen können und nicht mehr richtig verarbeitet werden. In etwa vergleichbar mit einem PC, bei dem zu viele Tasten auf einmal gedrückt werden und das Programm dann abstürzt.
So bereitet es vor allem Kindern größte Schwierigkeiten mit dieser Reizüberflutung fertig zu werden und noch gleichzeitig ihre Bewegungen
zu koordinieren und dabei noch aufmerksam zu bleiben.
Bei der Entstehung des Syndroms spielen vererbliche Faktoren, ebenso wie Umweltfaktoren eine Rolle. Es erscheint einleuchtend, um ein wie vielfaches bei
einem betroffenen Menschen auch noch eine Nahrungsmittelallergie / Umweltallergie
die Symptomatik der Fehlsteuerung verstärken könnte.
Fakt ist, dass vor allem Kinder, wie auch immer sie therapiert werden, eine erhebliche Entlastung seelischer und körperlicher Art erfahren, wenn vorliegende
Nahrungsmittelallergien gleichzeitig erfolgreich behandelt werden und Umweltnoxen (Allergene, Wohngifte etc.) weitestgehend ausgeschaltet wurden.
Anhand der erstaunlichen Erfolge, nicht nur in der eigenen Praxis, mit AD(H)S-Kindern , empfehle ich dringend das Lesen des Bestsellers von Frau Prof.Dr. Doris Rapp,
Ist das Ihr Kind
, erschienen bei Promedico.
Ich halte es für sinnvoll, in erster Linie, die Betroffenen zu entlasten, damit meine ich sowohl die Angehörigen und die Nahestehenden
im Umfeld (Schule, Kameraden, Eltern...), als auch die Erkrankten selbst.
Wie viel mehr Lebensqualität entsteht, wenn wieder Erfolgserlebnisse in Leistung und Kommunikation, an die Stelle andauernder Ermahnungen treten
und Müdigkeit oder Aggression einem aufnahmebereiten harmonischem Verhalten weichen und Erklärungen gefunden werden können, warum es aus
heiterem Himmel besser oder schlechter geht.
Das Wissen darum, dass ein Reiß Dich doch zusammen!
wenig nützt, wenn man mit einer Ruhepulsfrequenz von 120 Schlägen in der
Minute morgens am Frühstückstisch sitzt oder dass Herz unregelmäßig schlägt und man kurz vor einer Ohnmacht steht oder wegen
Reizüberflutung gehirnmäßig gerade geschlossen
ist.
Dies mag den Betroffenen helfen, nach einem Auslöser für das inadäquate Verhalten zu suchen (z.B. Nahrungsmittel,Umweltnoxen...),
diese auszuschalten oder die Reaktionen zu desensibilisieren.
Sicherlich sind bei Leibe nicht alle inadäquaten Verhaltens-bzw. Reaktionsweisen allergisch bedingt, es geht vielmehr darum, mögliche
Allergene aufzufinden, diese zu meiden, die übermäßigen Reaktionen zu bremsen und eine subjektive Entlastung für die Betroffenen
zu schaffen und dem Immunsystem Zeit für eine Erholung zu ermöglichen.
In diesem Zusammenhang gibt es einen guten Denkansatz zum Verhalten des Körpers bei Allergien, wie es auch von Professor Rapp in
oben erwähntem Buch beschrieben wird.
1.Stellen Sie sich vor , jeder potentielle Allergiker, trage einen Behälter bei sich, der mit Allergenen gefüllt sei.
Dieser Behälter sei nur wenig oder halb befüllt. In diesem Fall fühlt sich der Allergiker wohl und reagiert gesund.
Sind z.B. nur wenig Pollen in der Luft, fühlt sich ein Pollenallergiker wohl, steigt der Pollenflug nun an und übersteigt er die
individuelle Füllmarke des Behälters, reagiert er mit den typischen Heuschnupfen- oder Asthmasymptomen.
Es besteht nun die Möglichkeit, diesen Behälter zu entleeren, indem soweit wie möglich Allergene aus der Umwelt entfernt werden,
z.B. durch bau-biologische Sanierung der Räumlichkeiten, in denen Sie leben und arbeiten (Schimmelpilze,Hausstaub, elektromagnetische Störfelder usw.),
Sie tragen dann quasi weniger Allergene in ihrem Behälter und die Toleranz gegenüber anderen Allergene wird größer,
bevor es zu einer Reaktion kommt.
Eine gute Hilfe, z.B. im Schlafzimmer, ist die Verwendung eines Luftionisators, der in angemessener Entfernung vom Bett steht.
Die Coronarentladungen (- geladen) des kleinen Gerätes (ca.20-30€, z.B. von der Firma Remington) fangen die +- geladenen Staubteilchen
ab und diese werden schwerer und fallen zu Boden, bzw. lagern sich an der Wand oder in unmittelbarer Nähe des Gerätes ab.
Innerhalb weniger Tage ist dann die Umgebung des Gerätes ziemlich schwarz.
Verwenden sie möglichst allergenfreie bzw. hypoallergene Materialien an Bettwäsche, Vorhängen, Teppichen usw...
Lassen Sie alle Materialien auf individuelle Verträglichkeit austesten, bevor Sie diese in die Wohnung oder Büro einbringen. Bio
ist nicht gleichbedeutend mit verträglich.
Grundsätzlich gilt bei unserer Vorgehensweise Lebensmittel und andere Stoffe, immer auf individuelle Verträglichkeit austesten
Hierzu drei Beispiele aus der Praxis
Ein Patient aus meiner Praxis litt plötzlich unter kreisrundem Haarausfall. Ein Mann mit lockigem,vollem südländisch schwarzem Haar,
sah innerhalb weniger Monate aus, wie von Motten zerfressen.
Bei seiner Tätigkeit im öffentlichen Dienst, mit starkem Publikumsverkehr, können Sie sich vorstellen, welche Belastung das für ihn war.
Nach einigen Testreihen stellte sich heraus, dass er Wohn- und Schlafzimmer mit einer Bio-Farbe neu gestrichen hatte, die er persönlich nicht vertrug.
Er hat dann die Farbe wieder abgekratzt und eine ausgemessene Farbe verwendet. Weiterhin haben wir ihn mit Eigenblut desensibilisiert.
Nach einigen Monaten hatte er wieder , nach einer Phase des Nachwachsens von weißem feinen Lanugohaar, wieder seine volle schwarze Haarpracht.
Ich habe den Patienten dann nach einigen Jahren bei einer Veranstaltung wieder getroffen. Er hatte keinerlei Haarprobleme mehr bekommen.
Eine Patientin, die mit einem qualitativ hochwertigen Bio-Putz, die Wände ihres ganzen Hauses verputzen ließ,
entwickelte aus voller Gesundheit heraus, plötzlich Asthma.
Nach einigen Testreihen von verschiedenen Säcken und verschiedenen Chargen, ergab sich eine Empfindlichkeit auf Putz und Farbbeimischungen.
Wie sich herausstellte, nachdem die Messergebnisse öffentlich gemacht wurden, hatte ein Angestellter der Firma unter Alkoholeinfluss den Putz verunreinigt.
Also auch hier sollte man, trotz normalerweise hoher Qualitätsstufe, mal nachmessen.
Eine Patientin litt plötzlich unter starkem Fließschnupfen und verbrauchte täglich rund eine ganze Familienpackung
Taschentücher. Sie hatte Angst gehabt, dass ihre hauseigene Wasserversorgung nicht gut sei und die ganze Nahrung mit einem Mineralwasser gekocht,
dass sie nicht vertrug. Auch hier wurde nachgemessen und die Beschwerden verschwanden.
Testen Sie Ihre Ernährungsweise und essen Sie nur das, was Sie vertragen. Einige Nahrungsmittel können nach einer
Karenzzeit später wieder vertragen werden.
Bauen Sie Stress ab und beschäftigen Sie sich mit Wohltuendem wie etwa : Meditation, Musik, Malerei, Lesen, Tai-Chi, Qi-Gong, Kung-Fu, Aiki-do, Wing-Tsun o.ä.
2. Anpassung/Maskierung
Überempfindlichkeiten zeigen sich in der ersten Phase, wenn der Behälter so zu sagen überläuft meist ziemlich
deutlich mit z.B. asthmatischen Beschwerden, Heuschnupfen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Überaktivität,
Herzklopfen, Konzentrationsstörungen, unklares Denken...
Die zweite Phase ist eine Anpassungs- oder Maskierungsreaktion mit teilweise sucht-artigem Charakter. Der Körper hat sich
an bestimmte Nahrungsmittel, Inhalationsallergene (Gerüche) gewöhnt und die Symptome werden nicht mehr wahrgenommen.
Einige kommen dann so gut klar, dass sie sich bei Einnahme der unverträglichen Nahrungsmittel besonders angeregt und wohl fühlen.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt dies.
Einige AD(H)S-Kinder, die auf bestimmte Nahrungsmittel als empfindlich getestet wurden, kämpften geradezu vehement darum,
die Teströhrchen mit den allergenen Nahrungsmitteln trinken oder essen zu dürfen.
Diese maskierte Suchtphase, wenn sie länger andauert und nicht entdeckt und behandelt wird, führt dann zu einer Phase,
in der die Abstände, in denen das Suchtmittel
gebraucht wird, immer kürzer werden.
Nach einiger Zeit reicht es dann nicht mehr aus, den Geruch zu schnüffeln oder die Schokolade zu essen, um sich angeregt
zu fühlen, das Abwehrsystem bricht zusammen und Symptome, wie erhöhte Reizbarkeit, geistige Abwesenheit, Müdigkeit
und Erschöpfung, Niedergeschlagenheit u.v.m. stehen wieder im Vordergrund.
3. In der letzten Phase treten dann sehr schnell stärkere Reaktionen auf und die Patienten bleiben in einer Art Dauerreaktion, weil keine Karenzzeiten mehr von Unverträglichem eingehalten werden, es tritt kaum noch eine Erholungszeit für das Immunsystem auf. Die zunehmende Überlastung des Immunsystems führt dann oft auch zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, weil das Immunsystem quasi mit allem, was es hat auf die Allergene losgeht und entsprechend wenig für die in Wirklichkeit ernsten Feinde übrig bleibt.
Checkliste für verstecktere Symptome, die oft mit Allergien in Zusammenhang stehen
- Aus der Homöopathie bekannt ist der sog. Lymphatische Typ.
Blond, blau-äugig, reagiert häufig mit starken Lympknotenschwellungen und
heftig mit Fieber (bei Erschöpfungsphasen oft kein Fieber mehr).
Viele der überreagierenden Kinder sind ausgesprochen kitzlig
- starkes Schwitzen, vor allem an Stirn und Kopf, oft Ohrentzündungen
Schweiß kann bei allergischen Kindern unangenehm riechen - auffällig blasses
Gesicht. Bei Reaktionen auf Chemikalien oft auch aschgrau oder gelbe Gesichtsfarbe
- Ausdrucksloses Gesicht, wie abwesend. Manchmal auch mit roten Ohren, wackligen Beinen, dunklen Augenringen
- rote, juckende, tränende Augen. Bei AD(H)S oft mit dicken Tränensäcken oder schwarzen Ringen.
Bei Atopikern oft Fältchen unter den Augen. Erhöhte Lichtempfindlichkeit.
- Rote Ohren, Ohren fühlen sich heiß an, anschließend Zappeligkeit, Wutausbrüche
- wiederkehrende, häufige Ohrentzündungen
- Wangen sehen aus als seien sie mit Rouge geschminkt, wenn unverträgliches gegessen wurde
- Lippen können rissig sein. Kinder lecken unaufhörlich über die Lippen. Die Lippen
sind an den Außenrändern manchmal gelblich verfärbt.
- erhöhter Speichelfluss, Sabbern.
Denken Sie auch daran, dass z.B. bei einer Selbstmedikation von homöopathischen oder pflanzlichen Medikamenten ein erhöhter Speichelfluss die Unverträglichkeit anzeigt. Steht auch meist im Beipackzettel.
- Offene Stellen am Gaumen oder Zahnfleisch, sog. Aphthen (Viruserkrankung)
- bei der allergisch geschädigten Schleimhaut haben diese Viren ihre Chance
- Zunge sieht oftmals verändert aus. Alle Zungenveränderungen sollen abgeklärt werden, da sich viele,
auch schwere Erkrankungen hier zeigen können - ungewöhnlich starker Durst
Differentialdiagnosen stellen: Niere – Infektion – Diabetes – Mangel an essentiellen Fettsäuren – nachts Unterzuckerung – Allergien
- Reden wie ein Wasserfall
- Weinerlichkeit
- unklare Sprache
- plötzlich raue Stimme, ohne geschrien zu haben
Infektion – Quincke-Ödem (bedenke Notfall)
- unbegründet kalte Hände und Füße können auf einen erhöhten Histaminspiegel hinweisen
- unruhige Beine nachts
- steife Gelenke an trüben Tagen (können u.a. auf Schimmelpilze hinweisen)
- steife Gelenke nachts (können auf Nahrungsmittelallergieen hinweisen)
Differentialdiagnose z.B. Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis
(PcP, primär . chronische Polyarthritis..)
- Blasenkrämpfe, Einnässen
- Schlafprobleme
- Roter, juckender Anus (z.B. Pilzbefall , Parasitenbefall des Darmes)
- auffällige Veränderungen des Schriftbildes. Plötzlich wird nur noch krakelig
geschrieben
Checkliste Blutzuckerspiegel
Der Blutzuckerspiegel gibt an, wie viel Glucose , sich im Blut des Menschen befindet.
Glucose ist quasi der Treibstoff für die Verbrennung, damit Organe und Gewebe mit Energie versorgt werden können.
Dieser Messwert, der mit der Abnahme eines Tröpfchen Blutes aus der Fingerbeere bestimmt werden kann,
sollte beim Gesunden 70-99mg/dl bzw. in der neueren sog SI-Einheit 3,9-5,5 mmol/l betragen.
Die Entnahme sollte nach einer Mahlzeit erfolgen, da die Nüchternwerte auch bei diabetischer oder prae-diabetischer Stoffwechsellage
normal sein können und damit ein latenter Diabetes oder eine Unterzuckerung nicht erkannt werden. Vor etwa 20 Jahren lagen die sog.
Normwerte noch etwas höher, bei 80-120mg/dl. Vielleicht ist dieser Normwert aufgrund allgemeiner Unterzuckerungszustände, normal
ist ja immer ein Bevölkerungsdurchschnittswert, heute etwas niedriger angesetzt worden. Kann es sein, wie aus einer Werbung hervorgeht,
ich sogar nachts für meine Lieblingsschokolade aufstehe
? Schmeckt die Schokolade so gut, oder reagiert meine
Bauchspeicheldrüse mit zu höher Insulinausschüttung oder muss ich gerade mal meine Pilze füttern?
Liste der heute gültigen Normalwerte
| Erwachsene | 90-110mg/dl | 5,0-6,1mmol/l |
| Jugendliche | 90-110mg/dl | 5,0-6,1mmol/l |
| Schulkinder | 80-110mg/dl | 4,4-6,1mmol/l |
| Säugling | 60-90mg/dl | 3,5-5,0mmol/l |
Heutige Werte bei Diabetes und Diabetesverdacht Nüchtern- Abnahme
| Norm | Verdacht | Diabetes |
| < 100mg/dl | 100-110mg/dl | > 110mg/dl |
| < 5,5mmol/l | 5,5-6,1mmol/l | > 6,1mmol/l |
Abnahme 2Std nach einer Mahlzeit
| Norm | Verdacht | Diabetes |
| < 140mg/dl | 140-200mg/dl | > 200mg/dl |
| < 7,8mmol/l | 7,8-11,1mmol/l | > 11,1mmol/l |
Die Regulation des Blutzuckerspiegels wird von 2 Hormonen der Bauchspeicheldrüse gesteuert.
Glucagon greift ein, wenn der Blutzuckerspiegel sinkt.
Es wirkt auf die Leber und setzt den Umbau von Glykogen (Speicherstärke) in Glucose in Gang. Insulin greift ein,
wenn der Blutzucker zu hoch ist.
In der Leber werden glucoseverbrauchende Reaktionen in Gang gesetzt - z.B. wird ein Überschuss an Glucose wieder in Speicherstärke umgebaut.
Im Falle der hier besprochenen Nahrungsmittelallergien interessiert uns vornehmlich der Unterzuckerungszustand mit seinen Symptomen.
Ein leerer Tank (niedriger BLZ) ist mit dem Leben nicht vereinbar und führt als erstes Gefühl zu Hunger oder Heißhunger.
Durch Zufuhr eines schnell ins Blut übertretenden Zuckers (Traubenzucker, weißer Zucker etc.) retten Sie sich sozusagen das Leben.
Dies ist natürlich für die meisten Fälle etwas übertrieben formuliert, es folgen ja Gegenmaßnahmen des Körpers,
aber im Falle starker Unterzuckerungen (etwa 30mg/dl) ist es tatsächlich so (hat z.B. ein Diabetiker versehentlich zu viel Insulin gespritzt,
könnte er in einen sog. hypo-glykämischen Schock fallen, eine sofortige Gabe von Traubenzucker hilft ihm dann sofort, bei schweren
Unterzuckerungen muss eine Zuckerlösung infundiert werden. Es ist also klar, warum vor allem Kinder in hypo-glykämischen Zuständen
besonders scharf auf bestimmte Süßigkeiten sind, die helfen ja sofort und es geht ihnen besser.
Dass es häufig zu Unterzuckerungen kommt, mag zum einen am Training
der Bauchspeicheldrüse liegen, die sich quasi gemerkt hat,
wenn Zucker kommt, dann kommt er schnell und in größerer Menge, also schütte ich dementsprechend viel Insulin aus.
Bei zu viel Insulin -> Unterzuckerung-> Heißhunger-> usw., zum anderen weiß man, dass sich bei Zufuhr von allergenen
Nahrungsmitteln der Blutzucker drastisch absenken kann. Also eine weitere mögliche Erklärung für das Suchtverhalten
auf diese Nahrungsmittel. Des weiteren können sich bei Darmpilzen Unterzuckerungen, durch den Hunger der Hefepilze,
die Anschluss an die Blutbahn gefunden haben, bzw. den Nahrungszucker aus dem Darm wegfressen, erklären lassen.
Symptome bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel
> Müdigkeit
> Reizbarkeit
> Wutausbrüche
> Schwächezustände
> Übermäßiges Schwitzen, auch Kaltschweißigkeit
> Muskelzucken
> unruhige Beine
> Heißhunger
> Kopfschmerzen
> Konzentrationsstörungen
> Schwindel, Ohnmachtsgefühle
> Ängstlichkeit
> Herzklopfen
> nächtliches Aufwachen mit Harndrang, Durst, Hunger (vor allem , wenn es kein Betthupferl gegeben hat)
Unterzuckerungen können auch Zeichen eines Prae-Diabetes sein oder eines Insulinoms (Tumor = Adenom der Bauchspeicheldrüse) Klärende Untersuchungen: Glucose-Toleranz-Test, Blutzuckerabnahme nach einer definierten Mahlzeit, Computer- Tomogramm (CT) oder Kernspin-Tomogramm, Nahrungsmittelallergie-Tests
Auffälligkeiten und Fragestellungen
→ Habe ich nach dem Essen Hunger auf Süßes?
→ Esse ich oder mein Kind den ganzen Tag lang Kleinigkeiten?
→ Habe ich Heißhunger auf Süßigkeiten, vertrage diese aber nicht wirklich?
→ Kriege ich oder mein Kind trotz häufiger Diäten das Übergewicht nicht runter?
Schon lange ist bekannt, dass allergene Nahrungsmittel eine Gewichtszunahme oder Verhinderung des Abnehmens verursachen können. (z.B. über die Unterzuckerung mit suchtartigem Verhalten und Heißhunger auf Unverträgliches. Über eine Blockade im Zuckerstoffwechsel, durch zu hohe Insulinausschüttung, wird der Fettaufbau angeregt und folgende Umstellung auf Eiweißabbau, die negative kalorische Bilanz wieder ausgeglichen. Man baut dann bei einer Zufuhr einer Kalorienmenge, die zum Abnehmen geeignet wäre, Fett auf und zum Ausgleich wertvolles Körpereiweiß ab, um den Zuckerspiegel zu normalisieren.)
Abschließendes
Die Verseuchung unserer Umwelt hat bereits ein hohes Maß angenommen. Immer wieder erfährt man durch die Presse, durch engagierte Vereine
und Initiativen von Substanzen, deren Giftigkeit sich nach jahrelangem Einsatz, erst jetzt herausstellte.
Allergien seien auf dem Vormarsch, man spricht von 10 bis 80% des Vorkommens in der Bevölkerung. Denken Sie also daran, dass Ihre Erkrankung,
als Ursache oder als Förderer des Schweregrades, eine Allergie haben könnte.
Erkennen Sie sich in den Checklisten wieder, suchen Sie nach einem Spezialisten aus dem Bereich Allergologie, klinische Ökologie, Naturheilkunde, Bau-Biologie und lassen Sie überprüfen , ob alleinig oder zusätzlich eine Allergie vorliegt. Ihr Körper und Ihre Seele werden es Ihnen danken. Allergien sind gut behandelbar.
Anmerkung:
Die medizinischen Fakten dieses Beitrages sind gewissenhaft recheriert worden.
Markenbezeichnungen wurden mit einem ® gekennzeichnet.
Die Empfehlungen zu Behandlungen und Diagnoseschritten ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Heilpraktikers,
sie sollen vielmehr dazu anhalten, einen Fachmann/Frau aufzusuchen und sich eingehend beraten zu lassen.
Kurzes Lehrbuch der Immunologie M.Roitt,J.Brostoff,D.K.Male (Verlag Thieme, 1991 ISBN 3-13-702102-2)
Zeitkrankheit Nahrungsmittelallergie Dr.Anne Calatin (Verlag Heyne, 1994 ISBN 3-453-02724-8)
Gesundheit aol.de
Medizininfo.de
Dermatologie Universität Bochum
Interventionsstudie zur Wirksamkeit von Stutenmilch Friedrich-Schiller-Universität Jena 2002
sanadoc.de Neurodermitis
Candida im Intestinaltrakt, Immunsystem, Allergie Prof.Heinzmann/Prof.Nolting (Verlag Promedico 1999 ISBN 3-932516-08-7)
Ist das ihr Kind
Prof.Dr.Doris Rapp (Verlag Promedico 2000 ISBN 3-9803957-1-5)
Iss und stirb
Eva Kapfelsberger/ Udo Pollmer (Verlag dtv 1983 ISBN 3-423-10535-6)
Toxikologie der Nahrungsmittel
Ernst Lindner ( Verlag Thieme 1990 ISBN 3-13-490804-2)
Essbar
Maurice Hanssen (Verlag Goldmann 1984 ISBN 3-442-10416-5)
Probiotika
Jürgen Schulze/Ulrich Sonnenborn/Tobias Ölschläger/Wolfgang Kruis (Verlag Thieme 2008 ISBN Sonderausgabe www.hippokrates.de)
Handbuch der Vegatestmethode
Rademacher/Bachmann (Verlag Vega 1989 Grieshaber GmbH und Co.
Stichworte: Heuschnupfen, ADHS, Neurodermitis, allergisches Asthma, Eigenblutbehandlung, Desensibilisierung, Hyposensibilisierung, Bioresonanz, Radionik, Biokybernetik, Energiestäbchen
Zentrum für Energetische Naturheilverfahren - Knivsbergring 57 - 24306 Plön Tel.(+49) (0)4522-7896244